Cinque Terre / Ligurien / Toskana

Die Cinque Terre sind fünf kleine Dörfer in einem der schönsten Gebiete der ligurischen Küste unweit der Grenze zur Toskana.

Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1000 zurück, als sie als Fischersiedlungen an dieser steilen Felsenküste entstanden. Bis in die 60er Jahre war der Bau von Straßen wegen dieser Küstenstruktur unmöglich. Daher sind diese Orte auch bis zur Zeit nach dem zweiten Weltkrieg nahezu unverändert geblieben.

Das Landschaftsbild der Cinque Terre ist geprägt durch eine einzigartige Struktur von Terrassen und Trockenmauerwerk, die der Mensch im Laufe der Jahrhunderte hier geschaffen hat. Bebaut sind diese Terrassen nach wie vor mit Wein, Zitronen- und Olivenbäumen.

Wenn man aus Richtung Genua kommt, ist Monterosso der erste der fünf Orte. Der Anblick des offenen Meeres, der sich dem Reisenden bei der Ankunft mit dem Zug bietet, ist geradezu atemberaubend.

Vom Bahnhof aus führt ein langer Spaziergang am Strand entlang zum historischen Zentrum auf der anderen Seite eines kleinen Berges, auf dessen Spitze ein Kloster der Kapuzinermönche steht.

Erstaunlicherweise wird der Hauptplatz des Ortes von der Eisenbahnlinie überquert. Die Eisenbahn ist überhaupt eins der wichtigsten Transportmittel in dieser Gegend, das zudem die jahrhundertelange Isolation dieser Orte beendete. Ansonsten gelangt man auch per Schiff oder zu Fuß zu den Cinque Terre bzw. von einem Ort zum nächsten.

Allerdings sollte man sich auch auf längere Wanderungen einstellen und sich mit entsprechendem Schuhwerk ausstatten. Einige dieser Wege sind sogar über die Grenzen hinaus berühmt. Die Via dell’Amore beispielsweise, die die beiden südlich gelegenen Orte Manarola und Riomaggiore miteinander verbindet. Für die Benutzung dieses Weges, der nur wenige Meter über dem Meer in die Felsenküste gehauen ist, wird im Übrigen seit einiger Zeit eine Art Wegzoll erhoben, der zur Instandhaltung der Wege dient.

Berühmt sind die Cinque Terre auch für die Weine, die hier produziert werden, durchweg weiße Weine, die durch die Nähe des Meeres einen besonderen etwas salzigen Geschmack haben. Es gibt hier auch einen seltenen und wertvollen Passito-Wein, den sogenannten „Sciacchetrà“, dessen Name wahrscheinlich von dem Verb „schiacciare/quetschen” stammt, weil die Weinbauern auch heute noch die Trauben mit den Füßen treten. Dieser wertvolle Wein, der in sehr geringen Mengen produziert wird, wird nur zu festlichen Anlässen wie Hochzeiten oder Taufen getrunken. Traditionsgemäß lagert der Vater bei der Geburt eines Mädchens die Sciacchetrà-Flaschen im Weinkeller eingelagert, um sie dann am Tag ihrer Hochzeit zu öffnen.

In Monterosso hat die Sprachschule Cinque Terre Lingue ihren Sitz. Sie begann ihre Tätigkeit als Schule für Italienisch für Ausländer im Jahr 1997 hier im Herzen der Cinque Terre. Gemäß der Überzeugung, dass Sprachelernen bedeutet, diese Sprache anzuwenden und zu erleben, basieren die Kurse dieser Schule auf einem einzigartigen Konzept: der Zuordnung von Theorie und Praxis, und das in kleinen Gruppen von max. 4-5 Teilnehmern. Das bedeutet, dass man nach dem Erlernen der Strukturen und Vokabeln im Theorieteil im Klassenraum als Italienischlernender mit dem Lehrer nach draußen geht, um in das wahre Leben des Ortes einzutauchen und das anzuwenden, was man kurz zuvor im Theorieteil gelernt hat.

Weitere Informationen zur Sprachschule CTL-Monterosso finden Sie unter : http://www.ctl-monterosso.com